Was wir unter Klimagerechtigkeit verstehen

Klimagerechtigkeit hat sich ja mittlerweile als Begriff weitreichend etabliert, doch es wirkt häufig wie eine leere Phrase und unter Gerechtigkeit wird eher so etwas verstanden wie, dass es Windräder auch in Bayern geben soll oder dass die Wirtschaft gestärkt wird und Arbeitsplätze geschaffen werden etc.. Das sind jedoch von unfassbarer Kurzsichtigkeit, Naivität und Beschränktheit geprägte Ansichten. Leider wird Gerechtigkeit oft nur so verstanden, dass man selbst nicht ungerecht behandelt wird, aber es gibt auch andere, tatsächliche Probleme, die über ein Windrad vor der Haustür hinausgehen.

Ja, auch in Deutschland treffen z.B. höhere Preise durch Klimaschutzstandards stärker die ohnehin Armen und das ist ungerecht, weil sie nichts für die Entscheidungen der Industrie können, man kann hier zwischen Verantwortlichen und Opfern unterscheiden. Sieht man aber eine Ebene höher, stellt man fest, dass Deutschland ein ziemlich reiches Land ist, welches sich auf den Klimawandel einstellen an, weil wir Zugriff auf Ressourcen haben, die andere nicht haben, so sind dort, wo es zu Überflutungen kommen kann, hier Deiche, die bei höherem Meeresspiegel einfach erhöht werden können.

In vielen MAPA-Ländern (MAPA = Most affected areas and places = die am härtesten vom Klimawandel getroffenen Gebiete) gibt es aber viel gravierende Probleme als fehlenden Hochwasserschutz, wie Hunger, Kinderarbeit oder Armut und die Mittel für etwas wie Deiche aufwenden zu können ist ein Privileg, den sich nicht jedes Land leisten kann. (West-)Europa hat diese Vormachtstellung nur, weil es den globale Süden kolonialisiert, ausgebeutet und um Ressourcen beraubt hat und das ist keineswegs vorbei, denn immer noch sind in „postkolonialen“ Ländern wie Namibia eine große Mehrheit der Landbesitzer, Unternehmen und Reichen deutsch(-stämmig).

Ein deutsches Unternehmen baut in Namibia Solarparks und Windräder auf 4000km² für grünen Wasserstoff, der nach Deutschland importiert werden soll. Dadurch wird übrigens ein Nationalpark zerstört und die dortige Umwelt leidet massiv. Wieder einmal bereichert sich ein „westliches“ Land an Ressourcen aus dem globalen Süden – das ist unfassbar ungerecht! Länder wie Namibia sind durch die Kolonialisierung durch Deutschland nicht so stark entwickelt wie Deutschland und können somit z. B. technisch nicht so leicht mit den Folgen des Klimawandels umgehen wie es Deutschland kann z. B. durch Klimaanlagen oder innovative Landwirtschaft oder eben die Möglichkeit, sich erneuerbare Energien einfach aus anderen Ländern wie Namibia einzukaufen.

Gerecht ist das nicht und daher dürfen wir nicht nur auf unser unmittelbares Umfeld schauen, sondern müssen uns unserer historischen Schuld und der damit verbundenen Verantwortung bewusst werden, was bedeutet auf die bis heute bestehenden kolonialen Strukturen, wie zum Beispiel den CFA-Franc, und auf die imperialen Bestrebungen aufmerksam zu machen und sie zu bekämpfen.

Wir wollen daher vermehrt an der Seite, antikolonialer, antiimperialistischer und internationalistischer Organisationen für eine gerechtere Welt kämpfen und auch andere Fridays-for-Future-Gruppen dazu auffordern.

Klimakiller Israel

We stand with Palestine.

Wir von Fridays for Future Buchholz zeigen uns solidarisch mit dem palästinensischen Volk. Sie erfahren zahlreiche Menschen-/Völkerrechtsverletzungen wie gezieltes Aushungern, Apartheid und die Vertreibung aus ihren Häusern und Dörfern. Diese Menschen leben in einer prekären humanitären Situation, in der an Klimaschutz nicht zu denken ist.

Dem Klima massiv schaden tut auch die vollkommen ungerechtfertigt starke Antwort Israels auf den natürlich zu verurteilenden Terroranschlag der Hamas am 7.10.2023, denn z.B. Bomben, Raketen, und natürlich Flugzeuge emittieren sehr viel CO², so hat Israels Militär in den 60 Tagen nach dem 7.10. soviel CO²-Emissionen erzeugt, wie das Verbrennen von 150.000 Tonnen Kohle und dass in Kriegszeiten Klimaschutz ohnehin nicht die oberste Priorität genießt, muss man wohl niemandem erklären. Auch der Wiederaufbau von Gaza nach dem Krieg wird mehr CO² produzieren als die jährlichen Emissionen von mehr als 135 Ländern.

Seine Siedlungspolitik begründet Israel kurioserweise unter anderem mit Klimaschutz. In Israel gibt es einen Rat für „staatliches Land“, der für 93% des Landes, was Israel für sich proklamiert, verantwortlich ist. In diesem Rat hat der „Jewish National Fund“ (JNF), dem 13% des Landes gehören, 50% des Einflusses.

Der JNF stellt sich gerne als Umweltorganisation dar, die Bäume pflanzt, Naturschutzgebiete und Reservoirs erschafft, grüne Ökosysteme erhält und weitere Dinge macht, die uns eigentlich gefallen sollten. Doch auf dem Gebiet, was ihnen gehört, haben sie über viele Jahrzehnte die einheimische Natur zerstört und sie durch europäische Pflanzen ersetzt, die nicht so resistent gegenüber den dortigen Bedingungen sind, was zum Beispiel zu vermehrten Waldbränden führt. Das dient dazu, dass schnellwachsende Pflanzen die Spuren palästinensischer Dörfer verdecken und dass die meist europäisch stämmigen, israelischen Siedler sich wie zuhause fühlen, wobei Palästinensern dieses Gefühl gezielt genommen wird. So gibt es über einem ehemaligen palästinensischen Dorf heute einen Nationalpark mit dem Namen „Kleine Schweiz“.

Hierzu passend ein übersetzter Ausschnitt des guten Artikels von „Jews for justice for Palestinians“: „Die bewährte Methode des JNF, die Wüste ethnisch zu säubern und dann zu „begrünen“, wird bis heute fortgesetzt. Ein laufendes 600 Millionen Dollar teures 10-Jahres-Programm des JNF mit dem Namen Blueprint Negev zielt darauf ab, Stauseen, Kiefernaufforstungen und Wasserschutzprogramme in der Negev-Wüste auf Kosten von mehr als 150.000 palästinensischen Beduinen zu schaffen, deren „nicht anerkannte“ Dörfer als direktes Ergebnis der israelischen Politik bereits ohne Strom, fließendes Wasser und Abwasserentsorgung sind. Seit 2010 versucht der JNF, den Negev zu „begrünen“, indem er den 1-Millionen-Kiefern-Wald „GOD TV Forest“ über dem palästinensischen Dorf Al-Araqib anpflanzt, das sich hartnäckig gegen seine Auslöschung wehrt und bereits acht Mal abgerissen wurde. Der GOD TV Forest ist nach seinem stolzen Sponsor benannt, einer rechtsextremen, siedlerfreundlichen, evangelikalen, christlichen Organisation, deren erklärtes Ziel es ist, „eine Million Bäume zu pflanzen, um das Land auf die Rückkehr von [Gottes] Sohn vorzubereiten“. Während GOD TV Forest und Blueprint Negev versuchen, den halbtrockenen Negev mit den invasiven europäischen Kiefern zu überschwemmen, versucht Israel, die historisch gesehen halbnomadischen Beduinen von ihrem angestammten Weideland zu vertreiben und sie zu einem unnatürlichen, sesshaften Lebensstil in verarmten und isolierten Gemeinden zu treiben. Dieser erzwungene Akkulturationsprozess geht unweigerlich mit sozialem Unfrieden und dem Verfall traditioneller Werte einher.”

Zudem ist der Satzung des JNF ausdrücklich festgelegt, dass sein Land nicht an Nichtjuden vermietet, verpachtet, verkauft oder von diesen bearbeitet werden darf.

Für diese Praktiken setzt sich der JNF auch in dem Rat ein, wo es um staatliches Land geht und durch seinen beträchtlichen Einfluss dort weitet sich das Ausmaß dieser ethnischen Säuberung auf fast ganz Israel. Ein Beispiel hierfür ist die gezielte Zerstörung von Farmen, z.B. von mehr als 800.000 jahrhundertealten Olivenhainen, von denen 82% der palästinensischen Bevölkerung in der West Bank abhängig sind.

Das ist Greenwashing von Apartheid!


Wir fordern daher die Bundesregierung dazu auf, insbesondere sämtliche Waffenlieferungen und darüber hinaus den Handel mit Israel komplett einzustellen! Die (Kriegs-)Industrie hat selbstverständlich kein Interesse daran, denn das einzige was die Verantwortlichen dort interessiert, ist viel Geld auf dem Konto zu haben und daher wird dieser Appell ohne Folgen bleiben, denn die (Rüstungs-)Konzerne sind bestens vernetzt im Bundestag.

Vor diesem Hintergrund wollen wir unsere Solidarität mit allen ausdrücken, die die inakzeptable Situation in Palästina benennen und dafür Antisemitismusvorwürfe erfahren, die natürlich kompletter Unsinn sind, weil der Staat Israel nicht der Staat „der Juden“ ist. Insbesondere zu nennen ist dabei das beschämende Distanzieren und Diffamieren seitens FFF Deutschland gegenüber Greta Thunberg, Elisa Baş, FFF Bremen und anderen. Davon distanzieren wir uns klar!

Solidarität mit allen unterdrückten Völkern!

From the Jordan River to the Mediterranean Sea, Palestine will be free!

Mit „From the river to the sea“ ist NICHT die Auslöschung der israelischen Bevölkerung gemeint. Es geht um die Auflösung des Staates Israel und das Ersetzen dieses durch einen demokratischen und nicht-rassistischen Staat in dem Palästinenser und Israelis leben dürfen. Die Palästinenser sollten zudem in ihre ehemalige Heimat zurückkehren dürfen.

Solidarität mit den Streikenden im Krankenhaus!

Wir unterstützen die Streikenden im öffentlichen Dienst beim Krankenhaus Winsen/Buchholz. Klimaschutz geht nur gemeinsam mit den Beschäftigten!

Worum geht es?

In Buchholz und Winsen beteiligen sich Beschäftigte vom Krankenhaus am Warnstreik von Ver.di. Bundesweit streikten am 25.2. und 26.2. Beschäftigte in Verwaltung, ÖPNV, Krankenhäusern und Müllentsorgung, weil die Arbeitgeberseite (in dem Fall der Staat) keine Verhandlungsbereitschaft zeigt. Eine Notbesetzung z.B. im Krankenhaus Buchholz wird aber gewährleistet.

Ver.di fordert

  • 8% mehr Lohn (mindestens 350€ bzw. 200€ für Ausbildene mehr)
  • Angleich von Bedingungen in Ost und West
  • weitere 3 freie Tage und ein “Meine-Zeit-Konto”.

<- Erklärbild Tarifverhandlung

Was hat das mit Klima zu tun?

Wir sind der Überzeugung, dass der nötige Klimaschutz nur umsetzbar ist, wenn die Menschen gleichzeitig genug Geld in der Tasche haben. Deshalb unterstützen wir den Gewerkschaftsprotest und es freut uns besonders, dass auch in Buchholz die Angestellten sich für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen organisieren. Klimagerechtigkeit heißt auch bessere Löhne!

Wir sehen es außerdem als unsere Bürger*innen-Pflicht, uns für Menschen einzusetzen, die im Zweifel unser Leben im Krankenhaus retten. Außerdem kann mit besseren Arbeitsbedingungen und mehr Lohn dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Was kann ich tun?

  • Wir ermutigen euch dagegenzuhalten, wenn Leute diesen Streik wieder zum Anlass nehmen, das Streikrecht anzugreifen
  • Verdi hat heute schon vielerorts einen Warnstreik veranstaltet, wir haben den Warnstreik der Auszubildenen und Dual-Studierenden in Hamburg unterstützt
  • Werdet Mitglied einer Gewerkschaft!

PM: Demonstration in Buchholz für sozialen Klimaschutz und Jugendpolitik

Trotz Schneeregen und Kälte demonstrierten am 14.02.2025 rund 125 Personen für sozial-gerechten Klimaschutz und Jugendpolitik. Die Demonstration zog durch die Innenstadt von Buchholz und war Teil des bundesweiten Klimastreiks.

Im Moment wird in Deutschland eine menschenverachtende und unangebrachte Migrationsdebatte geführt. Die Zukunft von uns Jugendlichen und der gesamten Gesellschaft ist kein Thema. Wir wollen das ändern und demonstrieren deshalb hier.
~ Tobias McGovern von Fridays for Future Buchholz

Auf einer Startkundgebung am Bahnhof und einer Endkundgebung in der Innenstadt wurden Reden gehalten und Musik gespielt.

Die Menschen haben Angst, dass sie durch Klimaschutz verarmen. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind aber kein Widerspruch, nein im Gegenteil: Sie sind die Voraussetzung füreinander.
~ Alex Hoffmann in ihrer Rede

Fridays for Future steht inzwischen nichtmehr nur für Klimaschutz ein, sondern für die Verbindung von Klimaschutz mit sozialen Forderungen. Diese Meinung findet sich auch in den Forderungen der Buchholzer Klimagruppe wieder, die im Vorfeld der Veranstaltung veröffentlicht wurden und sich an die Direktkandidaten, Wähler und Parteien richten. Die Forderungen finden sich auf der Website fff-buchholz.de

Aus der Gruppe „BIPoC for Future“ in Hamburg kam die Aktivistin Azul Lebrija Castillo nach Buchholz und hielt eine Rede. BIPoC steht für Black, Indigenous, People of Color. Es steht kurzum für alle Menschen, die nicht weiß sind.

Der grüne Kapitalismus ist nicht die Lösung, die wir suchen. Was wir brauchen ist die Abschaffung dieses und damit auch ein Ende der Ausbeutung von Menschen, die seit dem Kolonialismus im globalen Süden aufgezogen wurden.
~ Azul Lebrija Castillo in ihrer Rede

Zuletzt sorgten Tristan Witt mit einer lustigen Rede und Herbert Maliers mit dem Anstimmen eines gemeinsamen Liedes für gute Stimmung.

Wir haben eine Politik, die auf Freiwilligkeit setzt. Freiwilligkeit! Das ist, als würde man in der Schule sagen: „Hier sind die Matheaufgaben, aber macht sie nur, wenn ihr Lust habt.“ Glaubt hier irgendjemand, dass sich das Problem von allein löst?
~ Tristan Witt in seiner Rede

PM = Pressemitteilung

Die Bilder sind von Peter Eckhoff

PM: Jugendliche wollen für ihre Zukunft demonstrieren

Die Politik interessiert sich nicht für uns Jugendliche – so lautet zumindest der Tenor von Fridays for Future, die eine einer Klima- und Jugenddemo veranstalten. Die Demonstration soll am 14. Februar, zeitgleich mit dem bundesweiten Klimastreik, um 16:00 am Bahnhofsvorplatz in Buchholz starten. Die friedliche Demonstration richtet sich an Familien, Jugendliche, Rentner*innen und Erwachsene. 

,,Alle Dinge, die speziell Jugendlichen nutzen, nutzen der gesamten Gesellschaft – direkt oder indirekt. Ein Beispiel ist der Ausbau des ÖPNVs: Die gesamte Gesellschaft profitiert dadurch, Deutschland kann seinen internationalen Klima-Versprechen nachkommen und Jugendliche profitieren nochmal besonders, da sie oft noch keinen Führerschein haben.“, sagt Alex Hoffmann von Fridays for Future Buchholz. Die weiteren Forderungen von Fridays for Future Buchholz beinhalten unter anderem die Abschaffung der Schuldenbremse, die Förderung von öffentlichen und kostenfreien Räumen z.B. in der Innenstadt, eine Superreichensteuer, ein Recht auf bezahlbare, klimaneutrale Wärme und Mobilität und die Schaffung von mehr Psychotherapieplätzen. Die Forderungen, die sich an die Wähler, die demokratischen Direktkandidaten und Parteien richten, sind im Vergleich zu den Vorjahren breiter gestreut und finden sich mit Erläuterungen auf der Website fff-buchholz.de.

Paula Wellmann von Fridays for Future fasst zusammen: ,,Wir wollen den Jugendlichen auf unserer Demonstration eine Stimme verleihen. Gerade zu Wahlen bringen Proteste laut Studien sehr viel.“

PM = Pressemitteilung

Unsere Forderungen zur Bundestagswahl 2025

Wir gehen am 14. Februar 2025 auf die Straße, damit unsere Forderungen gehört werden. Treffpunkt ist 16:00 am Bahnhof, mehr dazu hier. Die Forderungen richten sich an die Wähler*innen, die demokratischen Direktkandidat*innen bei uns im Wahlkreis und die demokratischen Parteien.

Die Interessen von uns Jugendlichen werden von einem Großteil der Politik – vorallem von rechten und marktradikalen – Politikern vernachlässigt. Diese Politiker bieten keine Lösungen für unsere Probleme und schieben die Probleme lieber auf Minderheiten. Dabei profitiert die gesamte Gesellschaft direkt oder indirekt von den Dingen, die auch Jugendlichen nützen. Wir wollen Klimagerechtigkeit, die Bekämpfung von Jugendarmut und anderer Jugendprobleme! So bekämpfen wir den Rechtsruck in der Jugend und garantieren allen eine Zukunft:

Deshalb fordern wir:

Schuldenbremse abschaffen 💸

Wir müssen so viel Geld investieren können, wie wir brauchen. Es kann nicht sein, dass Deutschland sich irgendeine Zahl als Schuldenregelung ins Grundgesetz schreibt, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat. Mehr dazu bei Maurice Höfgen oder in dieser Folge der ZDF Anstalt.
Und nein liebe FDP, wir jungen Menschen werden durch diese Schulden in Zukunft nicht mehr belastet: Wenn wir heute diese Investitionen nicht tätigen, dann haben wir später einstürzende Infrastruktur, nicht gut ausgebildete Menschen, uns nicht an der Lösung der Klimakrise beteiligt, sind wirtschaftlich noch viel weiter hinter den anderen Ländern und sind überhaupt nicht vorbereitet auf die Fluten, Hitzewellen, die durch die Klimakrise viel häufiger auftreten werden. Das wäre eine menschliche und wirtschaftliche Katastrophe.

Klimaneutralität bis 2035 🌏

Wir haben ein Recht auf Zukunft – ohne die schlimmsten Folgen der Klimakrise. Das haben Gerichte immer wieder bestätigt. Doch mit den deutschen Klimazielen steuern wir auf eine fast drei Grad heißere Welt zu. Als eines der Länder, die historisch am meisten zur Klimakrise beigetragen haben und wirtschaftlich stark sind, ist Deutschland in der Verantwortung, global voranzugehen und einen gerechten Anteil an der Emissionsreduktion zu leisten. Deshalb fordern wir: Emissionen ab jetzt konsequent reduzieren und Klimaneutralität bis 2035 erreichen.

Keine Zusammenarbeit mit der AfD 🚫

Die CDU, FDP und das BSW, sowie alle anderen Parteien, dürfen nicht mit der AfD zusammenarbeiten. Von einer Zusammenarbeit profitiert nur die AfD. Es gibt viele Beweise, dass die AfD verfassungsfeindliche Bestrebungen hat. Mehr dazu hier

Schulsystem wie in Skandinavien 📚

Wir jungen Menschen wollen gut ausgebildet sein! Das bringt nicht nur uns etwas, sondern der gesamten Gesellschaft. Denn in der Zukunft müssen wir für eine immer größer werdende Zahl alter Menschen arbeiten. Das skandinavische Schulsystem orientiert sich mehr an den Bedürfnissen der jungen Menschen und fördert nicht den Wettbewerbsdruck unter den Schüler*innen (es gibt z.B. keine Abschlussprüfung). Die Bildung von Menschen darf nicht an Kosten für Bücher, Studium oder Ausbildung gebunden sein. Auch muss das Kantinenessen kostenlos sein.

Öffentliche, kostenlose Räume in Städten/Dörfern schaffen 🏢

Die Leute regen sich auf, wenn die Jugendlichen™ wieder am Bahnhof rumlungern und Party machen. Viele Rentner*innen vereinsamen, weil sie nur zuhause sitzen können. Es fehlt in unseren Städten/Dörfern an kostenlosen, offenen Orten fürs Partymachen, nachmittags abhängen, schnacken usw. Solche Räume müssen vom Bundestag finanziell ermöglicht werden – das beinhaltet auch das Anstellen von Menschen, die sich dann um diese Räume vorort kümmern.

Jährlich 300.000 Leute in Zukunftsindustrien ausbilden 🧑‍🔧

Solarpaneele installieren, Wärmepumpen einbauen, Busse fahren – die Transformation kann nur gelingen, wenn überall in Deutschland Millionen Menschen anpacken. Doch aktuell droht sie am Fachkräftemangel zu scheitern. Arbeitsplätze in Zukunftsindustrien sind eine Perspektive für junge Menschen genauso wie für diejenigen, die in sich verändernden Branchen arbeiten. Die Transformation zur Klimaneutralität 2035 liegt in den Händen derer, die unser Energie- und Mobilitätssystem umbauen. Deshalb fordern wir: Eine Ausbildungsoffensive für jährlich 300.000 neue Leute in Zukunftsbranchen mit fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen. 

Planbarkeit schaffen: Ein klarer Plan für den geordneten Gasausstieg bis 2035 🏭

Die Zeit der Fossilen ist endgültig vorbei. Das ist schon lange klar und das muss jetzt auch politisch deutlich werden. Während der Kohleausstieg beschlossene Sache ist, wird Erdgas fatalerweise weiterhin als vermeintliche Zukunftstechnologie propagiert. Energiewende bedeutet nicht nur den Ausbau der Erneuerbaren, sondern auch einen Plan für das Ende aller fossilen Energien. Keine Fabrik, kein Kraftwerk, keine Industrie darf mehr ohne klaren Plan für einen geordneten Ausstieg weiterlaufen. Deshalb fordern wir: Schluss mit Erdgas – klarer Plan für den Gas-Ausstieg bis 2035.

Mehr Psychotherapieplätze schaffen 🩺

Auch hier findet sich eine Forderung, die eigentlich den Großteil der Menschen betrifft. Menschen mit psychischen Problemen kriegen keine zuverlässige Hilfe vom Gesundheitssystem. Das ist ein großes Problem und kann dadurch geändert werden, dass es mehr Kassensitze gibt. Das bedeutet, dass wir eigentlich ziemlich viele Therapeut*innen haben, diese aber nicht für Normal-Sterbliche (Gesetzlich-Krankenversicherte) zugänglich sind. Und übrigens liebe CDU: Durch mehr Psychotherapieplätze kann man Anschläge wie in Magdeburg zumindestens etwas unwahrscheinlicher machen. Ausgrenzung und Generalverdacht sind da auf jeden Fall keine Lösungen.

Kostenloses Deutschlandticket für die jungen Menschen 🚈

Das Ticket soll an alle Schüler*innen, Student*innen, Freiwilligendienstler*innen und Auszubildenen ausgegeben werden. So wird die klimafreundliche Mobilität für Jugendliche ermöglicht, die ja bekanntermaßen keinen Führerschein haben bzw. sich kein Auto leisten können. Wir wollen das alle anderen Menschen auch langfristig kostenfrei mit dem ÖPNV fahren können. Leider ist dort, wie wir in den Zeiten des 9€-Tickets gemerkt haben, die Infrastruktur noch nicht gut genug (siehe nächste Forderung).

Mehr Investitionen in Fahrradinfrastruktur und Bus, Bahn, Rufbus 🚲

Mobilität muss nicht nur kostengünstiger werden, es müssen auch neue Infrastruktur und Angestellte mit besserem Gehalt als jetzt finanziert werden. Dafür braucht es massive Investitionen in Fahrradinfrastruktur, Busse, Bahnen, Gleise und auch Rufbus-Systeme.

Bezahlbarkeit sichern: Recht auf klimafreundliche Wärme und Mobilität 🤝

Diese Forderung passt auch zur Forderung für kostenlose Tickets für junge Menschen. Die meisten Menschen wollen Klimaschutz, niemand will mit seinem Verhalten die Zukunft kaputt machen – oder kaputt machen müssen.Trotzdem können es sich viele nicht leisten, selbst klimafreundlich zu leben. Im Moment scheitert die Einhaltung der deutschen Klimaziele an dreckigen Heizungen und zu vielen Autos, denn viel zu oft ist Klimazerstörung der Standard. Die Transformation wird nur gelingen, wenn es genau andersrum ist: Klimaschutz muss bezahlbar und einfach sein – für alle Menschen. Wo das nicht automatisch möglich ist, muss der Staat mit einfachen und sozial gerechten Förderungen nachhelfen. Deshalb fordern wir: Eine Mobilitäts- und Wärmegarantie für alle. Das bedeutet: Alle Grundbedürfnisse müssen bezahlbar klimaneutral erfüllt werden können.

Menschen schützen: Ein Fonds für den Schutz vor den schlimmsten Folgen der Klimakrise ⛑️

Schon heute zerstören Dürren ganze Ernten und Überschwemmungen Häuser und Straßen. Doch statt Menschen vor den Folgen der Klimakrise zu schützen, machen fossile Konzerne Milliardengewinne mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Gleichzeitig fehlen die Gelder für den Schutz von gefährdeten Regionen und die Unterstützung im Ernstfall. Deshalb fordern wir: Einen zentralen Fonds für Klimaanpassung und Katastrophenhilfe, finanziert durch eine Besteuerung fossiler Unternehmen.

Kosten teilen: Superreichensteuer für mehr Gerechtigkeit 🥊

Der klimaneutrale Umbau von Infrastruktur, Industrien und Gesellschaft ist eine riesige Aufgabe. Jede*r muss einen gerechten Beitrag zur Transformation leisten – die Superreichen machen das bislang nicht. Superreiche feuern mit ihrem Lebensstil die Klimakrise besonders stark an, spüren aber kaum etwas von den Folgen und beteiligen sich nur wenig an der Transformation. Auch und gerade Superreiche müssen aber endlich Verantwortung übernehmen. Deshalb fordern wir: Superreiche besteuern, damit sie ihren fairen Beitrag zur Transformation leisten.

Keine Kürzung bei Bildung, Sozialarbeit, Jugendzentren, Schwimmbädern und Sportstätten 🛑

Dass wir generell gegen Kürzungen bei Sozialem, Klimaschutz, Kultur, Gesundheit und Naturschutz sind, müsste ja schon klar geworden sein (siehe Forderung 1).
Da wir selber junge Menschen sind, können wir nochmal ganz explizit als Lobby für die Jugendlichen sagen: Keine Kürzungen bei uns! Jugendlichen mit Problemen muss geholfen werden. Deshalb braucht es offene Angebote wie das Jugendzentrum. Solche Angebote bringen nicht nur uns Jugendlichen etwas – sie helfen der gesamten Gesellschaft. Und auch bei z.B. Schwimmbäder, die ein wichtiger sozialer Treffpunkt sind, und Bildung darf nicht gekürzt werden.

Wir tun unsere Forderungen lautstark kund. Komm zu unserer Demo!

Mehr Infos hier

Du willst mitmachen bei der Organisation? Dann klicke hier.

English Version Demands

We will take to the streets on February 14, 2025 to make our demands heard. Meeting point is 16:00 at the train station in Buchholz. The demands are directed at the voters, the democratic direct candidates in Buchholz and the democratic parties.

The interests of us young people are not neglected by a large part of politics – especially by right-wing and market-radical politicians. These politicians offer no solutions to our problems and prefer to blame the problems on minorities. Yet society as a whole benefits directly or indirectly from things that also benefit young people. We want climate justice, the fight against youth poverty and other youth problems! This is how we combat the shift to the right among young people and guarantee a future for everyone:

So we demand:

Abolish the debt brake 💸

We must be able to invest as much as we need. It is unacceptable for Germany to write some kind of debt regulation into its Basic Law that has no scientific basis whatsoever. All other countries invest much more than we do. We will provide further english reading here soon.
And no, dear FDP, we young people will not be burdened by this debt in the future: If we don’t make these investments today, then later we will have a collapsing infrastructure, young people who are not well educated (who will have to earn much more due to demographics so that older people can get a pension), we will not be involved in solving the climate crisis and we will not be at all prepared for the floods and heatwaves that will occur much more frequently as a result of the climate crisis. That would be a human and economic disaster.

Climate neutrality by 2035 🌏

We have a right to a future – without the worst consequences of the climate crisis. Courts have confirmed this time and again. But with Germany’s climate targets, we are heading for a world that is almost three degrees hotter. As one of the countries that has historically contributed the most to the climate crisis and is economically strong, Germany has a responsibility to lead the way globally and do its fair share to reduce emissions. That is why we are calling for Consistently reduce emissions from now on and achieve climate neutrality by 2035.

School system like in Scandinavia 📚

We young people want to be well educated! This is not only good for us, but for society as a whole. Because in the future, we will have to work for an ever-increasing number of old people, pay for the pension system, etc.

Create free public spaces in towns/villages 🏢

People get upset when young people™ hang around the station again and party. Many pensioners become lonely because they can only sit at home. There is a lack of free, open places in our towns/villages for partying, hanging out in the afternoon, socializing, etc. Such spaces must be made financially possible by the Bundestag – this also includes hiring people to look after these spaces on site.

Training 300,000 people a year in the industries of the future 🧑‍🔧

Installing solar panels, fitting heat pumps, driving buses – the transformation can only succeed if millions of people across Germany get to work. But it is currently at risk of failing due to a shortage of skilled workers. Jobs in the industries of the future are a prospect for young people as well as for those who work in changing industries. The transformation to climate neutrality in 2035 is in the hands of those who are restructuring our energy and mobility system. That is why we are calling for A training offensive for 300,000 new people a year in industries of the future with fair wages and good working conditions.

Creating predictability: A clear plan for an orderly gas phase-out by 2035 🏭

The time of fossil fuels is finally over. This has been clear for a long time and must now also be made clear politically. While the coal phase-out is a done deal, natural gas is still being propagated as the supposed technology of the future. The energy transition not only means the expansion of renewables, but also a plan for the end of all fossil fuels. No factory, no power plant, no industry should continue to operate without a clear plan for an orderly phase-out. That is why we are calling for an end to natural gas – a clear plan for the gas phase-out by 2035.

Create more psychotherapy places 🩺

This is another demand that actually affects the majority of people. People with mental health problems do not get reliable help from the healthcare system. This is a major problem and can be changed by increasing the number of health insurance places. This means that we actually have quite a lot of therapists, but they are not accessible to normal mortals (people with statutory health insurance). This must change, more on this here. And by the way, dear CDU: This is a building block for preventing acts like those in Magdeburg or Aschaffenburg. Deportation and general suspicion are not part of these building blocks.

Free bus, regional train and metro ticket (Germany-Ticket) for young people 🚈

The ticket is to be issued to all students (grade 5 to university), volunteers and trainees. This will enable climate-friendly mobility for young people who, as we know, do not have a driver’s license or cannot afford a car. We also want older people to be able to travel by public transport free of charge in the long term. Unfortunately, as we know from the days of the €9 ticket, the infrastructure there is not yet good enough (see demand 5)

More investment in cycling infrastructure and buses, trains, on-demand buses 🚲

Mobility must not only become more cost-effective, new infrastructure and employees must also be financed. This requires massive investment in bicycle infrastructure, buses, trains, tracks and on-call bus systems.

Ensure affordability: right to climate-friendly heating and mobility 🤝

This demand also fits in with the demand for free tickets for young people. Most people want climate protection, nobody wants to ruin – or have to ruin – the future with their behavior, yet many cannot afford to live in a climate-friendly way themselves. At the moment, Germany is failing to meet its climate targets due to dirty heating systems and too many cars, because climate destruction is far too often the norm. The transformation will only succeed if it is the other way around: climate protection must be affordable and easy – for everyone. Where this is not automatically possible, the state must help with simple and socially fair subsidies. That is why we are calling for A mobility and heating guarantee for everyone. This means that it must be possible to meet all basic needs in an affordable, climate-neutral way.

Protecting people: A fund for protection against the worst consequences of the climate crisis ⛑️

Droughts are already destroying entire harvests and floods are destroying houses and roads. But instead of protecting people from the consequences of the climate crisis, fossil fuel companies are making billions in profits by destroying our livelihoods. At the same time, there is a lack of funds to protect endangered regions and provide support in an emergency. That is why we are calling for A central fund for climate adaptation and disaster relief, financed by taxing fossil fuel companies.

Sharing costs: Super-rich tax for more social justice 🥊

The climate-neutral transformation of infrastructure, industries and society is a huge task. Everyone must make a fair contribution to the transformation – but the super-rich have not yet done so. The super-rich are fueling the climate crisis particularly strongly with their lifestyles, but hardly feel any of the consequences and contribute little to the transformation. However, the super-rich in particular must finally take responsibility. That is why we are calling for the super-rich to be taxed so that they can make their fair contribution to the transformation.

No cuts to funding of education, social work, youth centers, swimming pools and sports facilities 🛑

It should already be clear that we are generally against cuts to social welfare, climate protection, culture, health and nature conservation (see demand 1).
Since we are young people ourselves, we can once again say very explicitly as a lobby for young people: No cuts for us! Young people with problems must be helped. That’s why we need open services like the youth center. Such services don’t just benefit us young people – they help society as a whole.

Wo seid ihr alle hin?

„Wo seid ihr alle?“ – Das fragen wir uns seit 2021 bei unseren Aktionen. Fridays for Future startete bekanntlich mit dem Schulstreik Greta Thunbergs. Die Bewegung baute sich rasch auch in Deutschland auf und in Buchholz konnten massenhaft Menschen mobilisiert werden (siehe Bild). Fridays for Future schafft es zwar in den großen (Universitäts-)Städten wie Hamburg und Berlin immernoch viele junge Menschen zu mobilisieren und Projekte wie den Zukunftsentscheid erfolgreich umzusetzen, jedoch ist die Bewegung vielerorts nicht mehr sehr relevant. Die Jugendlichen scheinen inzwischen resigniert zu haben. Woran liegt das? Und wie können wir das wieder umkehren?

Ein ganz einfacher Grund scheint auf der Hand zu liegen: Viele Jugendliche sind inzwischen älter geworden und studieren in der Großstadt. Viele engagieren sich jetzt einfach in anderen Bereichen wie Antifaschismus, Feminismus und Antirassismus. Trotzdem ist die Menge an Schülern, die die Problematik der Klimakrise sehen, ja nicht gesunken, es sind nur andere als damals.

Resignation & Hoffnungslosigkeit

Es gibt etwas, dass die Vereinten Nationen „das sich schließende Fenster des Klimaschutzes (the closing window of climate action)“ nennen. Das heißt, dass wir uns das Aufschieben von Klimaschutz nicht mehr lange leisten können und dringend handeln müssen. Deshalb müssten jetzt eigentlich massenweise Menschen aufstehen und mehr Klimaschutz einfordern. Das passiert aber leider nicht.

Für die Klimaproteste 2018/2019 oder die Proteste „gegen Rechts“ 2024 gab es immer einen Anstoß. Das war einmal der Streik von Greta Thunberg und die Correctiv-Recherche zu den Geheimplänen der AfD. Solche Ereignisse haben ein gewisses „Momentum“ losgetreten, denn viele (junge) Menschen waren plötzlich motiviert, sich mit anderen zusammenzutun und gemeinsam etwas gegen die Klimakrise zu tun. Sie hatten das Gefühl, die Gesellschaft verändern zu können und mitbestimmen zu dürfen. Zwar hat die Klimabewegung zu dem Zeitpunkt viele kleine Ziele erreicht, aber die große Veränderung ist leider ausgeblieben und viele Menschen haben heutzutage nichtmehr das Gefühl, etwas verändern zu können.

Das liegt natürlich auch an einer Politik, die die Bedürfnisse der Jugendlichen konsequent ignoriert und somit gleichzeitig das Vertrauen in Politiker und demokratische Dinge wie Demonstrationen verringert.

Was wir jetzt versuchen

Wir demonstrieren weiter, versuchen Momentum zu erzeugen und stehen auf jeden Fall bereit, wenn wieder mehr Menschen für Protest und Aktion motiviert sind. Außerdem versuchen wir uns kreativere Aktionen auszudenken und auch Humor und Spaß bei unseren Aktionen nicht zu kurz kommen zu lassen.

PM: Laternelaufen fürs Klima

Rund 70 Personen, darunter viele Familien mit Kindern, zogen am 16. November unter dem Motto „Laternelaufen fürs Klima“ durch die Buchholzer Innenstadt. Die Veranstaltung startete mit einem Theaterstück auf dem Bahnhofsvorplatz über „Heidi die Heidebahn“, welche ein neues Gleis benötige, um zuverlässig fahren zu können. Die Kinder überzeugten gemeinsam den fiktiven Bürgermeister „Herr Schmalspur“ von einem neuen Gleis und so lenkte dieser schließlich ein.

Während die Teilnehmenden dann mit selbstgebastelten Laternen die Buchholzer Innenstadt erhellten, wurden Kinderlieder gesungen. Bei diesen wurde der Text an das Thema Klimakrise angepasst. So zum Beispiel als der Laternenumzug am Rathaus vorbeizog: Die Teilnehmenden sangen dort eine abgewandelte Version von „Bruder Jakob“ mit dem Text „Lieber Stadtrat, Lieber Stadtrat, schläfst du noch, schläfst du noch, hörst du nicht die Kinder, Klimaschutz, Klimaschutz“.

„Unser Laternelaufen war ein voller Erfolg!“, resümiert Alex Hoffmann von Fridays for Future, „Gerade in diesen düsteren politischen Zeiten, in denen die Klimakrise nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommt, ist es erfrischend zu sehen, dass so viele Menschen an unserer Veranstaltung teilgenommen haben.“ Am Ende der Veranstaltung gab es einen ruhigen Ausklang mit kostenlosem Punsch und Lebkuchen im Rathauspark, bei dem wohl auch die ein oder anderen Gespräche über die politische Weltlage geführt wurden.

PM=Pressemitteilung

Ich geh mit meiner Laterne

Laternelaufen fürs Klima in Buchholz am 16. November 2024 von 17-18 Uhr beim Bahnhofsvorplatz (Nord).

Ablauf:

  • 17:00 Start am Bahnhof mit Theaterstück und Geschichte
  • Demolauf über den Innenstadtring und durch die Innenstadt bis zum Rathauspark (dabei Musik zum Mitsingen)
  • Punsch und Lebkuchen im Rathauspark, Ende ca. 18:00

FAQ

Warum macht ihr die Veranstaltung?
Wir wollen mehr Menschen (auch außerhalb unserer Bubble) die Problematik der Klimakrise vermitteln, aber auch Hoffnung in diesen düsteren Zeiten versprühen und einen Raum für Gespräche, Austausch und gemeinsames Aktiv-Werden ermöglichen. Aber natürlich wollen wir auch einfach mal Spaß haben.

Wie familienfreundlich ist die Veranstaltung?
Im Gegensatz zu anderen Aktionen von uns wird es hier keine Reden, laute Demo-Musik und Sprüche geben. Stattdessen soll es ein kindgerechtes Theaterstück über „Heidi die Heidebahn“, eine Geschichte und gemeinsames Singen während des Laufs geben (mit Gitarre begeleitet). Zusätzlich achten wir besonders auf Bildrechte und die Sicherheit zum Straßenverkehr.

Sind Punsch und Lebkuchen am Ende der Veranstaltung kostenlos?
Ja. Am Ende im Rathauspark gibt es kostenlos Punsch, Lebkuchen und bestimmt viele nette Gespräche.

Was für eine Laterne soll ich mitnehmen?
Die Laternen müssen keine Klima-Thematik haben (auch wenn es das natürlich sehr cool wäre). Um das Laternelaufen möglichst nachhaltig zu gestalten, bitten wir euch schon bestehende Lichtquellen für die Laternen zu benutzen (wenn ihr z.B. schon eine LED-Laterne besitzt, bringt ihr die mit. Ansonsten funktionieren Kerzen auch sehr gut). Wenn ihr kreativ werden wollt, ist hier eine Anleitung für z.B. eine Kugel-Laterne, die als Erdkugel verziert werden kann . Beispiele für Materialien, aus denen Laternen gebastelt werden können, sind Tetrapaks, Zeitungspapier und Kartons.

Wo finde ich die Liedtexte für die Lieder, die wir singen werden?
Die Lieder, die wir singen wollen, werden bald im Artikel ,,Buchholzer Klimaschutzhymnen“ zu finden sein. Wir werden aber auch für die Personen ohne Handy oder mit wenig Handyakku ein paar ausgedruckte Exemplare dabei haben.

Pressemitteilung

Laternelaufen fürs Klima

Fridays for Future lädt am 16. November zum „Laternelaufen fürs Klima“ in Buchholz. Der Laternenumzug findet von 17-18 Uhr im Innenstadtbereich statt und startet am Bahnhofsvorplatz Nord (die Innenstadtseite des Bahnhofs). Laut Veranstalter soll ein Weg aus der Hoffnungslosigkeit und Resignation aufgrund der derzeitigen Weltlage aufgezeigt und ein Raum für Austausch, Kennenlernen und Spaß geboten werden. Bei der Veranstaltung soll es Lieder zum Mitsingen, eine Geschichte und ein Theaterstück geben. Sie endet im Rathauspark mit Punsch und Lebkuchen. Alex Hoffmann von Fridays for Future erzählt: „Wir erinnern beim Laternelaufen traditionell an den Mut, das Richtige zu tun und die Bereitschaft zum Teilen, die der römische Soldat Sankt Martin bewies. Das sind Werte, in denen wir uns als Fridays for Future wiederfinden.“ Mehr Informationen finden sich auf fff-buchholz.de oder auf Instagram @buchholzforfuture.

Klimastreik im September 2024

Der Klimastreik startet um 12:05 auf dem Peets Hoff vor Famila. Die Startuhrzeit war nicht zufällig gewählt: sie symbolisiert, dass die Klimakrise schon da ist und dringend gehandelt werden muss (5 nach 12).
,,What do we want? – Climate Justice“ skandierten die rund 100 Teilnehmer*innen auf der Startkundgebung, gefolgt von einer Rede der Schülerin Merle.

Historische Ikonen und Entwicklungen zeigen uns, dass Durchhalten sich auszahlt! Friedlicher Protest schafft weiterhin Aufmerksamkeit, schafft, dass mehr Menschen mit diesem Protest sympathisieren und worauf das alles hier hinaus will: Schafft, dass die Politik […] etwas tun muss!

Merle in ihrer Rede

Dann fuhr der Demozug auf Rollschuhen, Rollern, Skateboards und Fahrrädern durch ,,Am Radeland“ bis zum Gebäude des Wochenblatt-Verlags in der Bendesdorfer Straße. Dort versammelten sich die Teilnehmer*innen vor dem Gebäude und Fridays-for-Future-Vertreterin Alex hielt eine Reden über die Berichterstattung im Zusammenhang mit der Klimakrise.

Auch das Wochenblatt muss als nunmal einzige Zeitung in Buchholz Verantwortung übernehmen. Es muss themenübergreifend und auf Basis von Fakten über die Klimakrise berichtet werden.

Alex in ihrer Rede

Durch die Parkstraße und Königsstraße setzte die Demo ihren Weg fort, um später wieder am Peets Hoff anzukommen. Das Jugendcafé startete mit einer Rede über Militarisierung und Krieg.

Wir wollen eine demokratische, ökologische und gleichberechtigte Zukunft! Wir sagen Nein zu Umweltzerstörung! Wir sagen Nein zum Wehrdienst! Wir sagen Nein zum Krieg!

aus der Rede vom Jugendcafé

Die Demo endete 1 Stunde früher als erwartet um ca. 14:00.